Steiger Partner Planungs GmbH, Lindau

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Fischerhäuser Lindau
Gebietssanierung/Ensemble-Schutz
Unterer Schrannenplatz, Lindau

Sanierung und Modernisierung von denkmal- geschützten Gebäuden aus dem Mittelalter

Urkundlich sind die „Fischerhäuser“ am Unteren Schrannenplatz in Lindau erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt, doch geht deren Bestand vermutlich bis aufs 13. Jahrhundert zurück. Die mittelalterlich verschachtelte Mikro-Siedlung ist ein wichtiges Denkmalschutz-Ensemble der Lindauer Altstadt. Anfang der 80er Jahre erreichte die Baufälligkeit des Bestands jedoch ein Ausmaß, dass die Stadt Lindau als Eigentümerin zum Handeln gezwungen war.

Zusammen mit dem Denkmalamt der Regierung von Schwaben udn der Stadt Lindau wurde von Steiger Partner ein Konzept entwickelt, das die Häuser insgesamt im Detail erhalten konnte.

Sozialer Wohnraum (sechs Wohnungen von 46 bis 110 qm) wurde geschaffen, der mit öffentlichen Mitteln aus der Städtebauförderung bezuschusst wurde.

Ansicht von Norden

Der Bauzustand war umfassend mit „Katastrophe“ vollständig beschrieben: Feuchte Wände, verfaulte Tragkonstruktionen (Einsturzgefahr), schadhafte Dächer, fehlende Sanitäreinrichtung.

Wesentliche Vorarbeiten für eine erfolgreiche Planung war das „verformungsgerechte Aufmaß“ durch Steiger Partner, das damals erstmals in Lindau angewandt wurde.

Zur statischen Sicherung wurden bestehende Wände durch betonierte Fundamente unterfangen und Fachwerkverbände in traditioneller Handwerkskunst erneuert. Morsche Deckenbalken, Sparren und Pfetten wurden ausgewechselt. Dachstühle mussten zum Teil völlig erneuert werden.

Neue Gauben in einem Teil der Dachlandschaft erschlossen neuen, reizvollen Wohnraum. Installation von Elektro-, Wasser und Abwasserleitungen mussten unter Berücksichtigung des Erhalts antiker Wanddekoration geführt werden.



Ansicht von Süd-West ->

Das Raumkonzept wurde hinter der originalgetreu wiederhergestellten Fassade leicht verändert. So wurden beispielsweise zwei eineinhalbgeschossige Wohnungen mit zwei Eingangstüren an einer der Hauptfronten konzipiert, die von Kleingewerbe (insgesamt 85 qm) im Erdgeschossbereich eingerahmt sind.
Auch wenn die Wohnungen auf einen zeitgemäßen Standard gebracht wurden, so sind doch die Charakteristika mittelalterlicher Bausubstanz – niedrige Raumhöhe, schiefe Böden, Niveau-Unterschiede innerhalb der Wohnung etc. – erhalten geblieben.


Ansicht von Nord-Ost ->

Die Sanierungsmaßnahme wurde von der Stadt Lindau mit „beispielhaft“ charakterisiert.

 

Vorplanung: 1982
Planungsbeginn: Oktober 1985
Baubeginn: September 1986
Fertigstellung: Mai 1988

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