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Neugasse Lindau, Insel

Nicht wiederzuerkennen ist auf den ersten Blick das sanierte Rückgebäude des "Hauses zum Baumgarten" in der Neugasse 2 auf der Lindauer Insel. Die Fassaden strahlen in frischem Outfit, restaurierte Sprossenfenster deuten aber auf einen historischen Bestand hin. Gauben auf den neu gedeckten Dächern zeigen, wo zusätzlicher Wohnraum geschaffen wurde. Dabei handelte es sich bei dem Ensemble an der Neugasse (direkt am Marktplatz) um ein komplexes städtebauliches Problem an einer markanten Stelle auf der Lindauer Insel.

Der vorgefundene Zustand:
Das Gebäude (zur Geschichte siehe unten) wurde nur von einer zentralen Steintreppe im südlichen Teil des Rückgebäudes erschlossen. Lange Flure gingen durch jede Etage entlang einzelner Zimmer, die überwiegend auch mit Einzelöfen beheizt wurden. Zusammenhängende Wohnungen gab es nicht, die langen Flure waren ein Albtraum der Brandschützer und über die miserable energetische Situation eines solchen Altbaus braucht man nicht viele Worte verlieren.

Die Aufgabe für die Sanierung:
Zusammenhängende Wohnungen mit moderner Energieversorgung schaffen, Brandschutz auf aktuellen Stand bringen und bisher untergeordnete Lager- und Nebenräume im Erdgeschoss einer attraktiven innerstädtischen Nutzung zuführen.

Kurzum: Ein denkmalgeschütztes Haus sanieren und dabei gravierende Wertsteigerung schaffen – also revitalisieren!

Nordfassade an der Stadtmauer zur Zwanzigerstraße und die Westseite
an der Neugasse (rechtes Bild)
Auch auf der Westseite zeigt sich das Gebäude frisch und attraktiv. Der jahrelange .... ... Schmuddelanblick zur Neugasse hin ist endlich verschwunden. Heute hat das Gebäude eine als Atelier genutzten Ladeneinheit, ... ... vorher waren es Lagerräume ohne Zugang zur Neugasse, die eine viel benutzte Verbindung zwischen dem Markt (Stiftsplatz) und der Inselhalle ist.

Die Maßnahmen:
Wesentliche Ergänzung des Gebäudes war – durch den Denkmalschutz bestehen hier ja enge Grenzen – der Anbau eines externen Stahl-Treppenhauses im Gartenhof. Damit gab es einen zweiten Erschließungsweg für alle Etagen. Die langen Flure waren überflüssig. Abgeschlossene Wohneinheiten konnten auf jeder Etage geschaffen werden. Auch der Brandschutz und die Fluchtwege waren damit gewährleistet.

Eine weitere tiefgreifende Maßnahme war der Einbau einer Zentralheizung, die im Keller mit einem Pellet-Kessel befeuert wird. Für extreme Wintertage und Spitzenlasten wird eine gasbefeuerte Brennwertanlage zugeschaltet. Dach und Außenwände wurden wärmeisoliert, bestehende Fenster wurden energietechnisch verbessert und teilweise wurden neue energie-sparende Fenster eingebaut. Die energetischen Verbesserungen entsprechen einer „Sanierung neuzeitlicher Art“, die auch durch die KfW gefördert wurden.

Die Lagerräume im Erdgeschoss wurden zu Ladenflächen mit Zugang von außen umgebaut, so dass untergeordnete Nebenräume jetzt der Verbesserung innerstädtischer Belange dienen.

Die Gartenflächen im Innenhof sind jetzt wieder aufgewertet – eine wertvolle Ergänzung für junge Familien.

Die externe Stahltreppe erschließt das Gebäude neu. Geschlossene Wohneinheiten links und rechts von einem kleinen Flur sind neu entstanden.
Finanzielle Förderungen:
Die energetische Modernisierung wurde von der KfW gefördert, für die Verbesserung innerstädtischer Belange gab es einen Zuschuss aus Städtebauförderungsmitteln der Stadt Lindau und der Regierung von Schwaben. Einen kleinen Zuschuss steuerte auch das Landesamt für Denkmalpflege für den denkmalpflegerischen Mehraufwand bei.
Fenster zur Neugasse vor der Renovierung ...
...und danach

Das Ergebnis:
Ein denkmalgeschützter Altbestand wurde einer neuzeitlichen Nutzung zugeführt, ohne den Charakter des Gebäudes zu verändern.

Ein weiteres Projekt des Sanierungsgebietes „Lindauer Insel“ konnte damit erfolgreich abgeschlossen werden.

Zur Geschichte des Hauses:
Nach dem Lindauer Stadtbrand wurde am Stiftsplatz (heute auch Marktplatz) das nun renovierte Gebäude als Rückgebäude des als „Haus Baumgarten“ bekannten Patrizierhauses errichtet. Baumeister war der Appenzeller Grubenmann, der mit seiner Architekten- und Zimmererfamilie auf komplizierte Dachwerke spezialisiert war.

Haupt- und Rückgebäude rahmten mit dem auf der Ostseite gelegenen Gartenhof ein Ensemble ein; unter den Bäumen des Gartens wandelten die Nonnen des Damenstiftes, wie auch heute noch in zeitgenössischen Darstellungen zu sehen ist. Daher stammt auch der Name „Haus zum Baumgarten“.

Stand: 5/2010

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