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In der Grub Lindau, Insel

Vom Eh-Graben bis zur Dachterrasse

In der Lindauer Fußgängerzone liegt das Objekt, das von Steiger Partner in den Jahren 2012/13 saniert wurde.

Geschichte und Aufgabe

Anfang des 16. Jahrhunderts (das Erdgeschoss wohl schon früher) entstand das Haus an einem der Eh-Gräben der mittelalterlichen Inselstadt. Im 21. Jahrhundert war das nun rund 500 Jahre alte Gebäude längere Zeit unbewohnt, ehe es einen neuen Eigentümer fand.

Drei Wünsche standen im Vordergrund für das Sanierungskonzept: Die beiden obersten Geschosse sollten zur Wohnung für den neuen Eigentümer werden, darüber sollte noch eine Dachterrasse entstehen und die beiden unteren Stockwerke sollten als abgeschlossene Wohnungen vermietet werden.

Rechts:
die Fassade des sanierten Gebäudes
.

saniertes, denkmalgeschütztes Haus In der Grub
Impressionen vom alten Zustand:
Kamin und Oberlicht (links), ...
... Wannen im Dachstuhl fangen
das Regenwasser auf, und..
... ein stiller Ort des Grauens:
eines der alten Etagen-WCs.

Der vorgefundene Zustand:

Fenster hat das Gebäude nur auf der vorderen (Süd-) Seite zu einer schmalen (verkehrsberuhigten) Straße, drei Seiten werden von Nachbargebäuden flankiert. Durch einen seitlichen Gang gelangte man zu dem in einer der hinteren Ecken gelegenen Treppenhaus. Mit dem Treppenhaus verbunden war ein Lichtschacht, der wenigstens etwas Tageslicht in die nach hinten orientierten Zimmer bringen sollte. Die Wohnraumaufteilung war antik: Küche, Wohnraum und Schlafzimmer oder überhaupt nur zwei Zimmer. Und auch das Stockwerks-WC (eigentlich anno dazumals ja noch ohne „W“) war in diesen Lichtschacht hineingebaut. Auf jedem Stockwerk führt ein kleiner Steg zum „Häusl“ ...

So konnte das Haus natürlich nicht für Bewohner der Neuzeit tauglich sein.

Sanierungs-Maßnahmen:
Ohne große Diskussion war klar, dass pro Stockwerk eine Wohneinheit entstehen sollte. Die Grundrisse dieser Wohnungen waren so zu gestalten, dass das Tageslicht von dem Fenstern an der Straßenseite für einen Großteil der Zimmer ausreicht. Küche und ein modernes Bad wurden auf jedem Stockwerk realisiert. Die Treppe im hinteren Bereich wurde renoviert, Differenzen mit den schrägen Fußböden möglichst korrigiert. Statt der früheren Toilettenverschläge konnte ein Aufzug eingebaut werden, der die beiden unteren Wohnungen direkt erschließt – und in die oberen Stockwerke des Eigentümers nur mit einer Schlüssel-Codierung fährt.

Das untere der beiden Eigner-Geschosse beherbergt Küche, Esszimmer, Schlaf- und Kinderzimmer sowie ein Bad, das obere einen geräumigen Wohnraum mit offenem Kamin und einer kleinen Küchenecke. Ebenfalls auf diesem Niveau ist ein kleiner Lichthof verwirklicht. In dessen Kiesbett stehen Pflanzen.

Wie in praktisch allen alten Häusern auf der Lindauer Insel waren die Fußböden extrem schief: 14 Zentimeter Gefälle bei eine Gebäudetiefe von acht Metern! Korrigiert werden konnten diese schiefen Böden bis auf eine Differenz von drei Zentimetern über das ganze Stockwerk. Auf „null“ konnte man nicht kompensieren, weil Bezugspunkte wie Fensterbrüstungen oder Treppenstufen dieser Korrektur Grenzen setzten. Die originalen Dielenböden konnten über der Fehlbodenschüttung weitgehend wiederverwendet werden. Erhalten blieb auch das Treppenhaus (in renovierter Form).

Um das obere Stockwerk wohntauglich zu machen, wurde in enger Absprache mit dem Denkmalschutz das obere Dachgeschoss um 40 Zentimeter erhöht wurde. Damit wuchs die Raumhöhe von nur 190 auf taugliche 230 Zentimeter. Da die alten Deckenbalken verfault waren, mussten sie sowieso ausgetauscht werden. Der einstmals für alle Stockwerke „zuständige“ Lichtschacht ist zum Aufzugsschacht geworden. Daneben befindet sich für die Dachgeschoss-Wohnung noch ein kleiner, begehbarer Innenhof für die Luftzufuhr, für Licht und Pflanzen (die unteren Wohnungen erhalten durch die Fenster auf der Südseite genügend Licht).
Die Dachterrasse reicht über den gesamten Gebäudegrundriss.

Rohbauzustand nach Entfernen fauler Fehlböden
Nach eineinhalb Jahren Bauzeit strahlt das Haus in der Grub wieder wie neu. Links unten an der Fassade sieht man einen Eingang zur Gasse, von der aus ... ... der Aufzug (im ehemaligen Lichtschacht) zu den oberen Stockwerken erreichbar ist.

Energietechnik
Auch in Sachen Energietechnik wurde das Haus auf den neuesten Stand gebracht: Sämtliche Wohnungen wurden mit energiesparenden Umluftsystemen („Raumlüftung“) ausgestattet.

Eineinhalb Jahre wurde an dem Gebäude gebaut, Mitte 2012 war es bezugsfertig.

moderne Energietechnik im alten Haus
Wärmerückgewinnung Hausversorgung
Moderne Energietechnik in einem 500 Jahre alten Haus: Energiezentrale, ... ... Wärmerückgewinnung und ... ... und die Hausversorgung.
Stand: 5/2014

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